Im Zentrum guter Lehre stehen am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Studierenden. Die Zusammensetzung unserer Studierenden verändert sich kontinuierlich und ist u.a. aufgrund von demographischer Entwicklung, Konzepten des „Lebenslangen Lernens“ sowie erhöhter Mobilität sehr divers. Wie jeder Bereich gesellschaftlichen Lebens, ist dabei auch die Lehre kein diversitätsneutraler Raum.
Einführungsvideo: Eine Toolbox für gender- und diversitätsbewusste Lehre
Diversität ganz allgemein bedeutet Vielfalt in der sozialen Zusammensetzung von Gruppen, Organisationen und Gesellschaften hinsichtlich verschiedener sozial konstruierter Merkmale (z.B. Geschlecht, Beeinträchtigung, Alter, sexuelle Orientierung, Migration, Elternschaft, Bildungshintergrund, Nationalität). Allen Ansätzen ist gemein, dass Vielfalt als Ressource und Potential begriffen wird. Diversität bedeutet zusammenfassend die Wertschätzung von vorhandener menschlicher Vielfalt und zugleich die Anerkennung der Existenz von Individualität – auch in der Lehre.
Die Reproduktion von Machtverhältnissen / Ungleichheit findet im Alltag statt und erfolgt häufig unbewusst, unbeabsichtigt oder unkommentiert. Diskriminierungserfahrungen an der Hochschule können sich beispielsweise äußern als
diskriminierende Kommentare und Handlungen in der Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden, auch untereinander,
bewusste oder unbewusste Bevorzugung und Benachteiligung sowie Kompetenzzuschreibung (oder -unterschätzung)
subtile, strukturelle Ausschlussmechanismen in Prozessen und Verfahren der Hochschule,
einseitige, stereotypisierende oder diskriminierende Lehrinhalte, Lehrbeispiele und Darstellungen,
ungleiche Zugangschancen und Ressourcen vor, während und nach dem Studium,
Im Sinne einer diversitätsreflektierenden Lehre gilt es grundsätzlich davon auszugehen, dass Beteiligte keine identischen Erfahrungen mitbringen, insbesondere im Hinblick auf gesellschaftliche Machtdifferenzen, Diskriminierung und Privilegierung. Zugleich soll innerhalb der Lehre ein Rahmen geschaffen werden, in dem alle die gleichen Möglichkeiten haben, (miteinander) zu lernen und sich zu entfalten. Der Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sieht sich in der Verantwortung, eine diversitätssensible Lehr- und Lernkultur zu fördern und Studienerfolge, Chancengerechtigkeit und Teilhabe am Studium unabhängig von der Biographie zu sichern. In diesem Sinne können an der FAU WiSo Kriterien zur Diversitätsfreundlichkeit in den Lehrevaluationen mit abgefragt werden.
Es gibt nicht eine einzige richtige Methode, sondern vielmehr einen Werkzeugkasten (Toolbox), der ebenso auf reflektiertes Nachdenken (Steigerung der eigenen Reflexionskompetenz) zielt, sowie auf Handlungsimpulse und das Nutzen institutioneller Spielräume. Für die Entwicklung von Ideen und Handlungsmöglichkeiten zur diversitätsreflektierenden Gestaltung der eigenen Lehre haben wir unter „Methodensammlung“ einige Materialien zusammengestellt. Didaktische Empfehlungen zeigen Möglichkeiten auf, die Vielfalt der Teilnehmenden aktiv und gewinnbringend in ihre Lehre einzubringen. Hierzu werden auch Seminare angeboten (siehe unter Seminare FBZHL/ProfiLehrePlus).
Eine Liste mit Ansprechpersonen, weiterführender Literatur und Weiterbildungsangeboten zum Thema Diversität und Lehre finden Sie hier:
Ganz besonders möchten wir auf die Seminare hinweisen, die im Rahmen des Themenzertifikats Inklusive Hochschullehre angeboten werden und auch einzeln besucht werden können. Mehr Informationen auf der Webseite des FBZHL sowie auf der Website des bayernweiten Verbunds ProfiLehrePlus.
Beispiele sind:
Diversitätsreflektierende Lehre – Möglichkeiten der Umsetzung
Ansprechpersonen am Fachbereich für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind die Diversity-Beauftragte des Fachbereichs Prof. Dr. Nicole Kimmelmann sowie der Studiendekan Prof. Karl Wilbers.
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